Das Schwalbenhotel
Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer! Aber vielleicht kommt der Sommer schneller mit einem Schwalbenhotel im Familiengarten.
Unsere Gartenfreunde vom Verein für Familiengärten Dübendorf im Areal Ifang beim Schulhaus Sonnenberg warten sehnsüchtig darauf ihrem Hobby zu frönen. Da erinnerte sich der Arealverwalter Hans Langeder an seinen lange gehegten Wunsch. Er wollte ein Schwalbenhaus, wie er es schon gesehen hatte, selber errichten. Mit vielen Schwalben könnte er vielleicht dem Sommereinzug etwas nachhelfen. Hans konnte seinen Gartenfreund Fritz Holliger leicht dazu bewegen, ihn mit seinem handwerklichen Geschick zu unterstützen. Mit Enthusiasmus und viel Liebe fürs Detail gingen die beiden rüstigen Rentner daran das Vogelhaus zu zimmern.


Termingerechte Eröffnung des Schwalbenhotels im Ifang
Am 11. April 2013 vereinten sich Frauen und Männer zum Aufrichten der kleinen Pension in luftiger Höhe. Mit kräftigem Drücken und Seilziehen haben sie gemeinsam das Objekt in die gewünschte Lage gebracht. Den Zugvögeln stehen nun 14 Nisthilfen für Mehlschwalben und 10 Brutkammern für Mauersegler zur Verfügung. Jetzt können sie das Brutgeschäft beginnen und ihren Nachwuchs an einem trockenen Ort aufziehen.
Dank fleissiger Hände und fachlicher Beratung des Naturschutzvereins Dübendorf freuen wir uns am gelungenen Werk. Eine Kohlmeise hat das Haus, kaum aufgestellt, sofort inspiziert. Wir hoffen auf das baldige Eintreffen der Schwalben und Segler, die uns einen schönen und langen Sommer verheissen. In dieser Fotogalerie zum Schwalbenhotel findet Ihr noch mehr Bilder.
Update von 2022
Nun steht unser Vogelhaus schon über neun Jahre im Ifang. Der Beitrag Ifang das Schwalbenhotel war auch einer der wenigen Artikel die wir schon 2018 auf unsere damals neue Website migriert hatten. Seitdem hatten wir zahlreiche Besucher im Vogelhaus, Spatzen, Meisen, und vielleicht auch andere Vögel. Nur Schwalben haben wir noch nicht nisten sehen. – Aber wir bleiben dran und werden wieder berichten, sobald die erste Schwalbe gesichtet wurde!
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich suche jemanden, der mir die Bedeutung oder den Ursprung des Wortes Ifang erklären kann. Vielen Dank für Ihre Antwort.
MfG, Peter Hatvani
Sehr geehrter Herr Hatvani,
das ist eine spannende Frage. Wir haben sie an den Verschönerungsverein Dübendorf – VVD https://www.vvd.ch/projekte/ortsgeschichtliche-doku-stelle/ weitergeleitet. Vielen Dank an Herrn Maeder, Ortsgeschichtliche Dokumentationsstelle VVD, für die angefügte, interessante Antwort:
“Infang (Ifang) oder Einfang
Das ist ein Stück Land oder eine Wiese, die mit einem Hag umzäunt ist. Früher besonders ein gegen die Weideflächen eingefriedetes Stück Land auf dem Brachfeld oder im Wald. Kommt sehr häufig vor als Flurname.
Ifang ist in Dübendorf erstmals erwähnt in einem Dokument von 1569. Der Stadtrat Dübendorf bewilligte 1980 einen ersten Kredit zwecks Herrichtung des Areals für die Anlage von Familiengärten. Für die Stadt gekauft wurde das Land 1969 (ca. 63 Aren) von Privaten. Kaufpreis 920’000 Franken.”
Freundliche Grüsse
Dirk